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Nordostungarn entdecken

Was gibt es in der Nähe zu erleben?

Von der historischen Weinstadt bis zu bewaldeten Bergen: Entdecken Sie Eger, das Bükkgebirge und Szilvásvárad. Lesen Sie weiter für einen Tag voller Kultur, Natur oder Entspannung.

Das historische Zentrum von Eger
Das historische Zentrum von Eger
Das Denkmal von István Dobó in Eger
Das Denkmal von István Dobó in Eger
Die thermalen Kalkterrassen von Egerszalók bei Eger
Die thermalen Kalkterrassen von Egerszalók bei Eger

Eger, ungarische Weinstadt

Eine stimmungsvolle historische Stadt in einer berühmten ungarischen Weinregion. Entdecken Sie die Burg, Einkaufsstraßen, Weinkeller und Thermalbäder.

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Manche Städte entdeckt man, indem man eine Liste abarbeitet. Eger erkundet man lieber, indem man in eine Gasse einbiegt, nach oben schaut und unterwegs irgendwo einkehrt. Barocke Fassaden, Plätze und Terrassen machen die Stadt zu einem schönen Ziel für einen Tag, an dem Geschichte, Geselligkeit und gutes Essen zusammenkommen. Beginnen Sie am Dobó-Platz: Hier bekommen Sie einen ersten Eindruck, mit der Burg über den Häusern und dem Denkmal von István Dobó als Erinnerung an eine berühmte Vergangenheit.

Diese Vergangenheit reicht weit zurück. König István machte Eger zum Bischofssitz und legte damit den Grundstein für ein wichtiges religiöses Zentrum. Die Burg wurde später zu einem Bollwerk gegen die Osmanen. 1552 hielten die Verteidiger unter Dobós Führung dem belagernden Heer stand. Die Burg erzählt diese Geschichte bis heute, während das Minarett und das türkische Bad an die spätere osmanische Präsenz erinnern. Zurück in der Innenstadt wechselt man von Kriegsgeschichte zu bunten Fassaden und einer Tasse Kaffee.

Eger ist auch angenehm für alle, die gerne einkaufen und stöbern. In den Fußgängerstraßen lassen sich kleine Geschäfte und Souvenirläden mit einem Mittagessen, Eis oder Kuchen verbinden. Für einen größeren Einkaufsbummel gibt es das Einkaufszentrum Agria Park. Planen Sie den Tag aber nicht zu eng: Gerade die unerwartete Seitengasse und die Terrasse, auf der man etwas länger bleibt, verleihen einem Stadtbesuch seinen Charme. Hier darf der Zeitplan ruhig etwas aus dem Takt geraten.

Und dann ist da der Wein. Eger gehört zu Ungarns bekannten Weinregionen. Egri Bikavér, der als „Stierblut“ bekannte Rotwein, ist eine Cuvée aus verschiedenen Rebsorten. Die Region erzeugt auch Egri Csillag, eine weiße Cuvée. Im Szépasszonyvölgy, dem Tal der Schönen Frau, stehen die Weinkeller im Mittelpunkt: ein Ort, um verschiedene Stile kennenzulernen und in Ruhe den eigenen Favoriten zu finden. Dass Stierblut den Verteidigern der Burg Kraft verliehen habe, gehört zu den Legenden um den Wein.

Entspannen Sie lieber im warmen Wasser? Eger bietet ein Thermalbad und ein historisches türkisches Bad mit eindrucksvoller Kuppel. Auch die Umgebung lädt zum Baden ein. Im nahen Egerszalók hat mineralreiches Thermalwasser weiße Kalkterrassen gebildet, die oft „Salzhügel“ genannt werden. Sie sehen sie auf unserem dritten Foto. So lassen sich Kultur und Einkaufen mit Wein oder Wellness verbinden. Zurück bei Mosoly hören wir gerne, welche Entdeckung Ihnen am besten gefallen hat.

Weitere Informationen für Ihren Besuch Eger: Sehenswürdigkeiten und Bäder Die Weinregion Eger
Bewaldete Hügel im Bükkgebirge
Bewaldete Hügel im Bükkgebirge
Eine Höhle im Bükkgebirge
Eine Höhle im Bükkgebirge
Ein Reh in grüner Waldumgebung
Ein Reh in grüner Waldumgebung

Das Bükkgebirge & die Höhlen

Wälder, Kalksteinberge und eine Welt unter der Erde. Entdecken Sie das Bükkgebirge und die besonderen Höhlen bei Lillafüred.

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Wer bei Ungarn vor allem an die flache Puszta denkt, entdeckt im Bükkgebirge eine ganz andere Welt. Bewaldete Hänge folgen aufeinander, Wanderwege führen zwischen Bäumen hindurch und Kalksteinfelsen ragen über grüne Täler. Hier lohnt es sich, das Tempo zu senken. Ein kurzer Spaziergang mit vielen Fotopausen ist genauso ein Ausflug wie eine anstrengende Wanderung. Der Unterschied liegt vor allem darin, wie viele belegte Brote im Rucksack stecken.

Ein bedeutender Teil des Gebirges gehört zum Bükk-Nationalpark. Die Landschaft hat nicht nur oberirdisch viel zu erzählen. Wasser hat Höhlen und unterirdische Gänge im Kalkstein geformt. Was man an der Oberfläche sieht, ist also nur ein Teil der Geschichte. Wälder, Hochflächen, Quellen und Höhlen gehören hier zusammen. Wählen Sie eine markierte Route, die zu Ihrer Kondition passt, und nehmen Sie sich Zeit zum Umschauen. Die schönste Erinnerung ist manchmal kein Aussichtspunkt, sondern ein stilles Waldstück unterwegs.

Ein bekannter Ausgangspunkt ist Lillafüred. Das Palotaszálló, ein Hotel mit dem Aussehen eines Märchenschlosses, steht am Hámori-See zwischen bewaldeten Hängen. Zusammen mit den Terrassengärten und dem Wasserfall ist dies ein Ort, an dem die Kamera fast von selbst aus der Tasche kommt. Die Waldbahn eröffnet eine weitere Möglichkeit: Man muss nicht jeden Kilometer laufen, um die grüne Umgebung zu erleben. So ist ein Tag in den Bergen auch für Menschen reizvoll, die Wandern gerne mit ruhigem Schauen verbinden.

Bei Lillafüred liegen zwei sehr unterschiedliche Besucherhöhlen. Die Szent-István-Höhle ist eine Tropfsteinhöhle mit Sälen und Kalksteinformationen, die langsam vom Wasser geformt wurden. Die Anna-Höhle entstand auf besondere Weise in Süßwasserkalk. Dort sind vom Kalk eingeschlossene Pflanzenreste Teil der Höhlengeschichte. Die eine Höhle zeigt Tropfsteine und unterirdische Räume, die andere, wie Wasser, Pflanzen und Kalk zusammen eine erstaunliche Landschaft schaffen. Ein Besuch ist deshalb weit mehr als ein kurzer Blick unter die Erde.

Hier lässt sich ein Tag mit Wandern, einem Höhlenbesuch und einer Pause am See verbringen, ohne alles nacheinander abhaken zu müssen. Für die Besucherhöhlen gelten Führungen und wechselnde Besuchsmöglichkeiten; prüfen Sie vorab beim Nationalpark, welche Besuche angeboten werden. Das Bükkgebirge lädt vor allem zum Wiederkommen ein. Beim ersten Mal sehen Sie eine Bergregion. Beim nächsten Mal erkennen Sie schon einen Weg, eine Aussicht oder den schönen Platz wieder, an dem Sie eine Weile nichts tun mussten.

Szilvásvárad, Pferde & Natur

Entdecken Sie die Lipizzaner, das große Reitstadion und das Szalajka-Tal. Ein Tag mit Tieren, Wald, Wasser und einer Fahrt mit der Waldbahn.

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Am Rand des Bükkgebirges liegt Szilvásvárad, ein Ort, der Pferdefreunde und Wanderer gleichermaßen begeistert. Der Name braucht vielleicht etwas Übung, aber die Idee für den Tag ist einfach: Beginnen Sie bei den Pferden, gehen Sie anschließend in die Natur und lassen Sie unterwegs Zeit für etwas Leckeres. Hier müssen Sie sich nicht zwischen Kultur und frischer Luft entscheiden. Beides liegt angenehm nah beieinander.

Szilvásvárad ist ein bedeutendes Zentrum der ungarischen Lipizzanerzucht. Das staatliche Gestüt wurde 1952 gegründet, um die ungarische Zuchttradition dieser Pferderasse zu bewahren. In der historischen Ausstellung erfahren Sie mehr über die Pferde, ihre Ausbildung und ihre Rolle im Pferdesport. Es gibt auch ein Kutschenmuseum. Wer Pferde vor allem von einer Wiese am Straßenrand kennt, entdeckt hier, wie viel Geschichte und Können hinter einem Gestüt stehen. Auch das große Lipizzaner-Reitstadion gehört zu dieser Pferdekultur.

Je nach Angebot können Sie einen Gestütsbesuch oder ein Pferdeprogramm planen. Für Vorführungen, Kutschfahrten und Veranstaltungen sollten Sie vorab das aktuelle Programm prüfen. Schließlich findet im Stadion nicht jeden Tag ein Wettkampf statt. Aber auch ohne große Veranstaltung sind Pferde, historische Gebäude und Ausstellungen ein schöner Grund, Szilvásvárad kennenzulernen. Kinder, die Tiere mögen, und Erwachsene, die die Tradition verstehen möchten, finden hier jeweils eigene Anknüpfungspunkte.

Danach wartet das Szalajka-Tal. Die Waldbahn bringt Besucher in das grüne Tal, und die Wanderwege führen am Bach, an Forellenteichen und Quellen vorbei. Eine bekannte Sehenswürdigkeit ist der Fátyol-vízesés, der Schleierwasserfall: Hier fließt Wasser über natürliche Kalkterrassen. Sie können Zugfahrt und Wanderung kombinieren und selbst entscheiden, wie viel Sie zu Fuß zurücklegen. Das Wasserrauschen, der Schatten der Bäume und die Abwechslung unterwegs machen daraus mehr als einen Spaziergang zu einem Zielpunkt.

Wer mehr entdecken möchte, findet den Millennium-Aussichtsturm und die Istállós-kő-Höhle, erreichbar über Wanderwege, die etwas mehr Anstrengung erfordern können. Berücksichtigen Sie deshalb Ihre Kondition und den Untergrund. Haben Sie nach diesem Tag Lust auf eine weitere Entdeckungstour? Lillafüred auf unseren Fotos liegt in derselben Bergregion und bietet einen See, Höhlen und eine eigene Waldbahn. So macht ein Ausflug schnell neugierig auf den nächsten. Zurück bei Mosoly gibt es jedenfalls genug zu erzählen.

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